Die Fassaden der Hofanlage wurden im Laufe der Zeit durch verschiedene Sanierungs- und Erneuerungsmaßnahmen zum Teil stark verändert (zugemauerte Fensteröffnungen, neue Tore, neu gemauerter Giebel, u. a. ).
Die Außenwände des Haupthauses, das im 19. Jh. errichtet wurde, waren im Bereich der späteren Anbauten zum Teil verloren gegangen und das Fachwerk des östlichen Giebels wurde komplett durch Mauerwerk ersetzt. Dagegen war die innere Fachwerkkonstruktion noch sehr gut erhalten, insbesondere die Dielenwände und die Hauptdeckenbalkenlage. Das vorhandene Fachwerk wurde saniert sowie fehlende Bereiche an der Südseite und am Ostgiebel originalgetreu aus Altholz wiederhergestellt.
Der östliche Leibzucht- und Scheunenanbau von 1900 wurde ebenfalls in Fachwerk-Bauweise erstellt. Die Konstruktion hatte sich abgesenkt und war auseinandergedriftet, da die Schwellen teilweise stark angerottet waren sowie Innenwände und Deckenbalken stellenweise entfernt wurden.
Eine Grundsanierung mit der Erneuerung der Fachwerk-Schwellen und der Instandsetzung der aussteifenden Fachwerkwände und der Deckenbalkenlagen wurde für diese Gebäudeteile zwingend erforderlich.
Weiterhin schließt sich ein weitgehend massiv gemauerter Kuhstallanbau im Übergangsbereich an. Dieser befand sich in einem relativ guten Zustand, lediglich die Decken mussten erneuert und der Dachstuhl saniert werden.
Aufgrund von zwischenzeitlichen Planungs- und Nutzungsänderungen sowie des Umfangs der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen und der damit verbundenen Kosten, musste die Durchführung der Arbeiten auf mehrere Jahre und verschiedene Bauphasen verteilt werden (Beginn der ersten Arbeiten im Herbst 2001). Dabei musste teilweise auch auf Zusagen und Bescheide von öffentlichen und privaten Zuschussgebern gewartet werden, um deren volle Unterstützung in Anspruch nehmen zu können. Bei den Innenausbauarbeiten wurde die Gemeinde tatkräftig durch Helfer aus der Dorfgemeinschaft und den Vereinen unterstützt.
Im ehemaligen Leibzucht- /Scheunengebäude und dem Stallanbau (Bereich A) konnten im Sommer 2005 auf etwa 360 qm Grundfläche der große Saal mit angeschlossenem Versammlungsraum sowie die Eingangs-, Erschließungs- und Sanitärbereiche im Erdgeschoss in Betrieb genommen werden. Weitere Gemeinde-, Vereins- und Versammlungsräume unterschiedlicher Größe mit insgesamt etwa 245 qm Nutzfläche befinden sich im Ober- und Dachgeschoss.
Der östliche Gebäudeteil des Haupthauses (Bereich B) bietet auf etwa 205 qm Grundfläche Platz für einen Mehrzweck-/ Cafebereich im Erdgeschoss und auf der Galerie sowie für einen Ausstellungsbereich (Bergbau-Museum) mit Nebenräumen im Ober- und Dachgeschoss mit etwa 130 qm Nutzfläche.
Weiterhin befindet sich im Gebäudekern die zentrale Energieversorgung, die durch zwei Blockheizkraftwerke, Brennwertkessel und die Verwendung von schwefelarmen Heizöl umweltgerecht betrieben wird. Über unterirdische Fernwärmerohre und ein internes Stromnetz sind daran sowohl der Altbaukomplex als auch die neuerrichteten Gebäude auf dem Gelände angeschlossen. Weiterhin ist in der Energiezentrale die Lüftungsanlage untergebracht, die den großen Saal und den Versammlungsraum versorgt. In Kürze soll das ökologische Gesamtkonzept durch die Nutzung von Regenwasser zur Toilettenspülung abgerundet werden.
Die vorgelagerte Hoffläche, angeschlossen an den Saal und das Museumscafe, wurde zu einem öffentlichen Raum umgestaltet und in das Freiflächen- und Straßenraumkonzept der Dorferneuerungsplanung integriert.
Die feierliche Einweihung des Dorfgemeinschaftszentrums mit der endgültigen Fertigstellung aller gemeindeeigenen Bereiche fand im Sommer 2006 statt. Die Gesamtkosten für die Sanierungsmaßnahmen an den bestehenden Gebäudeteilen und die Umnutzung zum Dorfgemeinschaftszentrum (Bereich A & B) belaufen sich auf insgesamt etwa 1,7 Mio, Euro, darin sind auch die Kosten für die Außenanlagen und die Gebäudeausstattung enthalten.