Der Kultur- und Förderverein Schaumburger - Bergbau mit Sitz in Lindhorst hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erinnerung an diese Zeit und diese Entwicklung wach zu halten. Dazu hatte der Verein in den neunziger Jahren die Bergbau - Museums - Stube in Vornhagen eröffnet, jetzt betreibt er das deutlich vergrößerte Bergbau - Museum in Lindhorsts Ortsmitte. Gunter Ludewig kann seine Exponate auf vier Ebenen auf einer Fläche von rund 120 Quadratmetern ausstellen, dazu verfügt der Verein über das gemütlich und bisher schon sehr gut besuchte Museumscafe "Zum Pferdestall". Die Räumlichkeiten hat die Gemeinde an den Verein für zwanzig Jahre verpachtet, mit der Option auf weitere zwei Jahrzehnte.
Die Fachwerkkonstruktion des Gebäudes mit den hölzernen Streben und Balken im Inneren stellt einen interessanten Gegensatz zu den industriell genutzten Gegenständen des Bergbaus dar, die in den hellen, geräumigen und hohen Räumen gezeigt werden. Sehr zufrieden ist Ludewig mit der Lage in der Ortsmitte und in unmittelbarer Nähe zum Seniorenheim Hof Gümmer. Die Lage mitten in Lindhorst veranlasst viele Einwohner einfach mal vorbeizuschauen, so Ludewig, und so mancher, der auf eine Tasse Kaffee ins Museumscafe kommt, der schaut sich auch in den Räumen des Museums um. Zudem hat Ludewig die Feststellung gemacht, dass viele der Besucher des Seniorenheims eine Besichtigung des Museums mit ihrem Besuch verbinden. Seit der Öffnung vor vier Wochen haben sich obendrein schon zahlreiche Besuchergruppen von Ludewig durch die Ausstellung führen lassen - das Museum mit dem angeschlossenen Cafe entwickelt sich immer mehr zu einem Publikumsmagneten.
Auf großes Interesse stößt der Stollennachbau, der deutlich größer und detailgenauer ist als in dem früheren Domizil in Vornhagen, und in dem mehr bergmännisches Gezäh (Werkzeug) im Original zu sehen ist, darunter eine mit Pressluft betriebene Bohrmaschine, ein Grubenwagen sowie etliche Grubenlampen. Nicht fehlen dürfen natürlich die notwendigen Gegenstände, mit denen eine Explosion unter Tage herbeigeführt werden konnte. Etwas Besonderes für das kleine Museum ist zudem der Teil einer Waschkaue, die der Sammlung aus Obernkirchen zur Verfügung gestellt wurde.
Gunter Ludewig ist bemüht, den Besuchern immer wieder etwas Neues zu bieten. So veranstaltet er über das Jahr verteilte wechselnde Sonderausstellungen. Gegenwärtig ist eine der "Bergarbeiter Siedlung Lindhorst" gewidmet. Für die nächste Zeit plant er Sonderschauen zu weiteren Lindhorster Themen. Dabei sollen der frühere Bahnhof und die Molkerei im Mittelpunkt stehen. Dafür sucht der Ausstellungsleiter aber noch zahlreiche Gegenstände, Dokumente und Fotos. Auch ist Ludewig an möglichst vielen Informationen zu diesen Lindhorster Themenbereichen interessiert. Wer Kontakt mit ihm aufnehmen möchte, kann dies über die Telefonnummer 05725/ 5243 (nach 18 Uhr) bewerkstelligen oder ihn im Museum aufsuchen. Das Museum ist täglich außer montags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Als Eintrittspreis ist angegeben: "Freiwillige Spende". Für Kinder und Schulklassen ist der Eintritt frei. Werden Vorträge oder Gruppenführungen gewünscht, so wird ein Eintritt in Höhe von 2,50 Euro pro Person erhoben. Terminabsprachen sind unter der oben angegebenen Telefonnummer möglich. Foto: privat